Was ist FASD?
Wenn Mütter in der Schwangerschaft Alkohol trinken, führt das oftmals zu Schädigungen beim ungeborenen Kind. Diese Schädigungen werden unter dem Oberbegriff "Fetale Alkoholspektrumstörungen” (FASD-fetal alcohol spectrum disorders) zusammengefasst. Neben körperlichen Auffälligkeiten haben häufig insbesondere Störungen der Entwicklung, der Kognition, und des Verhaltens starke Auswirkungen auf den Lebensalltag der Betroffenen. Eine frühe und individuelle Förderung können die Funktions- und Alltagsbeeinträchtigungen deutlich positiv beeinflussen.
Wer stellt die Diagnose?
In unserem SPZ führen wir die durch die S3-Leitlinie definierte standardisierte und interdisziplinäre Diagnostik für FASD regelmäßig und professionell durch. Aufgrund unserer Interdisziplinarität können wir evidenz- und konsensbasiert beraten und begleiten. Ziel ist die bestmögliche Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität von Kindern, Jugendlichen und mit FASD und deren Familien.
Was ist, wenn die Kriterien für FASD nicht erfüllt sind?
In einigen Fällen ergeben sich während der diagnostischen Klärung auch Hinweise auf andere Ursachen der vorliegenden Symptomatik. Sollte dies zutreffen, leiten wir die weiterführende Differentialdiagnostik (z.B. eine humangenetische Untersuchung) und angepasste Unterstützungsmaßnahmen (u.a. Therapien und Beratung) ein.

